Einen Rückbildungskurs kann eine Frau frühestens nach sechs bis acht Wochen nach einer Geburt besuchen, nach einem Kaiserschnitt auch gerne nach zwölf Wochen. Wenn man sich körperlich noch nicht so gut fühlt, Schmerzen hat oder das Baby zu den Kurszeiten viel Aufmerksamkeit oder eine intensive Einschlafbegleitung braucht, ist es besser den Kurs später zu beginnen.
Häufig haben Frauen nach einer Geburt den Kurs nach erst vier oder sechs Monaten oder sogar später abgeschlossen. Die Krankenkassen zahlen den Kurs, wenn er bis neun Monate nach der Geburt abgeschlossen ist.
Dienächsten Rückbildungskurse starten ab dem 18.März 2026. Zu diesen Kursen am Vormittag kann das baby mitgenommen werden, wird aber nicht aktiv in die Übungen integriert.
KursanmeldungAllerdings heißt ein abgeschlossener Kurs nicht, dass die Bauchmuskeln oder der Beckenboden wieder genauso gut sind, wie vor der Geburt. So sind Sportarten wie Joggen, Tennis oder Volleyball erst dann geeignet, wenn der Beckenboden gut kontrolliert werden kann. Das ist bei manchen Frauen nach vier Monaten möglich, meistens aber erst sehr viel später. Beim Springen und Hüpfen erfährt der Beckenboden viel Belastung. Bauchmuskelübungen wie Sit-ups sollten eher vermieden werden, ebenso Aufwärmübungen wie Jumping Jacks (Hampelmänner).
Ideale Sportarten, die den Beckenboden kräftigen und den ganzen Körper stärken sind nach dem Rückbildungskurs Pilates oder Yoga. Viele Rückbildungsübungen kommen übrigens aus dem Pilates und dem Yoga. Schwimmen ist ebenfalls eine gute Sportart, da der ganze Körper beansprucht wird und der Beckenboden geschont.
Kirsten Lowack
